Maultierpost Maultierkarawane Warentransport mit Wagen Transport beim Faulhorn


Das Maultier ist sehr eng verbunden mit der Säumerei, d. h. mit dem Warentransport. Über die Alpen führten mehrere Routen, auf denen der Handel mit Gütern erfolgte. Als wichtigste Güter transportierte man Salz vom Norden nach Süden und Wein vom Süden nach Norden. Weiter wurde gehandelt mit Seide, Samt, Brokat, Leinwand, Eisen, Getreide, Reis, Käse und Oel. Entlang diesen Wegen wurden sogenannte Susten erbaut als Umschlagplätze und Zwischenlager. Hier wurden die Säumer und Tiere verpflegt und sie konnten übernachten und sich ausruhen.

 

Artikel zur Säumerei zum Herunterladen: Die Säumerei

 

Dieser Text wurde zur Erstausgabe einer 20er-Briefmarke 1987 durch die PTT Schweiz veröffentlicht:

Bis 1949 erreichten Pakete und Postsäcke den hochgelegenen Walliser Kurort Saas Fee noch auf dem Rücken von Maultieren, begleitet von Postboten. Die Maultierpost im Saastal umfasste zeitweise bis zu 120 Tiere, was ihre grosse Bedeutung in der Zeit zeigt, bevor Strassen auch entlegenste Siedlungen erschlossen. Das Maultier - genügsam und ausdauernd - wurde im Tessin, in einzelnen Bündner Tälern, in der Zentralschweiz und vor allem im Wallis für den Posttransport eingesetzt.